Projekt Nationalsozialismus

(ka/wn/Schüler)

Bilder zeugen von der Vergangenheit

 

Schüler besuchen das Felix Nussbaum Haus

 

Rahden/Osnabrück. Im Rahmen des NS-Projektes besuchten die zehnten Klassen der Freiherr-vom-Stein Realschule Rahden das „Felix Nussbaum Haus" in Osnabrück. Zur Vorbereitung auf das Museum wurde in mehreren Unterrichtsfächern das Thema „Nationalsozialismus" besprochen.

Seit dem Beginn des Schuljahres wird das Thema „Nationalsozialismus" in dem Fach Geschichte thematisiert. Hierzu wurde der Film „Schindlers Liste" geguckt, dies brachte den Schülern wichtige Einblicke über die Behandlung der Juden und die Person Schindler.

Im Religionsunterricht wurde zudem das Judentum besprochen. Im Vordergrund stand dabei der Vergleich zwischen Juden und Christen. Die Schüler erfuhren, dass die christliche Kirche im Nationalsozialismus nicht frei gehandelt hat und sich sogar teilweise unterworfen hat.

In den sprachlichen Fächern, Englisch und Deutsch, wurden Bilder und Texte zum Thema analysiert. Zudem lasen die Schüler im Deutschunterricht verschiedene Jugendbücher die das Thema Nationalsozialismus behandeln. Im Englischunterricht wurden Bilder des deutsch-jüdischen Künstlers Felix Nussbaum analysiert. Im Vordergrund standen hierbei die Deutung des Dargestellten und die künstlerische Technik.

Um das Projekt abzuschließen, wurden zwei Projekttage am Mittwoch, den 30. Januar und Donnerstag, den 31. Januar veranstaltet. An diesen Projekttagen wurde der Film „Napola – Elite für den Führer" aufgearbeitet. Zudem wurde näher auf den Künstler Felix Nussbaum eingegangen, um genug Vorwissen für eine Fahrt ins „Felix Nussbaum Haus" in Osnabrück zu bekommen. Dort kann man die Bilder des in Auschwitz ermordeten Künstlers bestaunen. Seine Bilder zeigen fast ausschließlich die Judenverfolgung und somit das Leben des Künstlers bis zu seinem Tod.

In dem Museum „Felix Nussbaum Haus" teilten sich die Schüler in drei Gruppen auf, welche sich auf die Architektur des Museums, die Bilder von Nussbaum oder Stätten nationalsozialistischer Gewalt in Osnabrück bezogen.

Die Architekturgruppe beschäftigte sich speziell mit den Formen und der Gestaltung der Ausstellungsräume. Sie ließen sich von den Räumen des Museums inspirieren und fertigten daraufhin ihre eigenen kreativen Räume aus Styropor an. Der Schüler, Damien Jochim, aus der Klasse 10e äußerte sich hierzu: „Mich erstaunt es, wie sich der Architekt auf das Leben von Nussbaum in jedem Raum bezogen hat. Durch diese Darstellung kann ich das Leben des Künstlers viel besser nachvollziehen. Auch das Bauen meines eigenen Raumes hat mir sehr gut gefallen, denn ich konnte meine eigenen Gedanken und Ideen in den Raum einbringen."

Die Gruppe, die sich mit den Stätten nationalsozialistischen Gewalt auseinandersetzte, besuchte viele historische Gedenkstätten, wie ein Denkmal für eine verbrannte Synagoge, die in der Reichspogromnacht zerstört wurde und Gedenktafeln der in den Vernichtungslagern umgekommenen Sinti und Juden aus Osnabrück. Albert Gerber (10e) äußerte sich hierzu: „Ich finde es schrecklich zu sehen, wie viele Menschen im Nationalsozialismus umgekommen und verfolgt worden sind. Das Leid der Menschen geht mir sehr nah. So ein Diktator wie Hitler sollte es in Deutschland nie wieder geben!"

Der Kunstworkshop beschäftigte sich ausführlich mit den Bildern und ließ sich von den Bildern inspirieren und verarbeitete das Gesehene in eigenen Bildern. Außerdem machten sie sich Gedanken über das was Felix Nussbaum heutzutage malen würde. Natalie Dolle (10e) äußert sich hierzu: „Ich fand es interessant, wie man Felix Nussbaums Gefühle und Lebensphasen in seinen Bildern wiederfand. Besonders beeindruckend fand ich sein aller letztes Werk „Triumph des Todes", welches er kurz vor seinem Tod malte. Die vielen Details in diesem Werk machen es zu einen der besten, die ich kenne."

Den Schülern hat das NS-Projekt sehr gut gefallen, denn sie haben sehr viele neue Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus bekommen. Außerdem reagierten die Schüler mit Mitgefühl für die Opfer und Verfolgten. Nach Meinung der Schüler sollte das Projekt in den kommenden Jahren weitergeführt werden, denn eine Zeit wie die NS-Zeit sollte es nicht noch einmal geben.

Namen: Sven Henke, Maren Windhorst (10e)